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NEIN zur Lebensmittelverschwendung
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NEIN zur Lebensmittelverschwendung 

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Alles begann mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
Lebensmittelverschwendung, Überfluss und Wegwerfmentalität hat seine Wurzeln in der EWG.     

Brot für die Welt



Hier wurde 1957 erstmalig ein einheitliches und normiertes Lebensmittelangebot in den EU-Mitgliedsländern beschlossen. Gleichzeitig wurde staatliche Subventionspolitik für die Landwirtschaft in Deutschland ins Leben gerufen. Garantierte Abnahmepreise führten zu Butterberge und Milchseen.
Bis 1970 waren die Deutschen daran gewöhnt saisonales Gemüse zu kaufen.
Mit der Globalisierung der Ernährungsindustrie war spätestens 1980 die Amerikanisierung der deutschen Ernährungslandschaft flächendeckend eingeführt.
Der Überfluss war etabliert. Die regionale und saisonale Küche wurde durch Obst und Gemüseimporte sowie Mc Donald, PizzaHut und Wienerwald ausgehebelt. Standardisierte schnelle Zubereitung durch Tiefkühlkost, Mikrowelle, Konserven, Fertiggerichte sind bis heute Normalfall.
Tante Emma Läden mussten den Supermarktketten weichen.
Die Geiz ist geil – Ich bin doch nicht blöd Mentalität fördert bis heute den Konsum und die Wegwerfgesellschaft.

Jedes Land schmeißt anders weg

Folgt man Untersuchungen der EU-Kommission, dann bestehen in Europa ganz erhebliche Unterschiede der Lebensmittelverschwendung. Laut einem Bericht von Mitte Januar 2011 Angaben nach liegt der gesamte Haushaltsmüll in der EU konstant bei jährlich 524 Kilogramm pro Kopf. Spitzenreiter sind hierbei die Niederländer mit knapp 600 Kilogramm, gefolgt von den Belgiern mit 400 Kilogramm und Zypern mit 300 Kilogramm. Der EU-Durchschnitt liegt bei rund 180 Kilogramm, wobei Deutschland sich mit unter 150 Kilogramm im hinteren Mittelfeld bewegt. Quelle Down Jones News , 19.01.2011

Ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen

Weggeworfene Lebensmittel führen zur Verschwendung von Ressourcen und Energie. Es werden in Landwirtschaft gewaltige Mengen an Energie, Wasser, Pestiziden und Dünger verbraucht. Die ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen der Verschwendung sind welt- und weitreichend.

Die 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel, die jedes Jahr zwischen Acker und Teller verloren gehen oder verschwendet werden, verursachen nicht nur hohe Kosten – 750 Milliarden US-Dollar jährlich – sondern haben auch enorme Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen. Dies zeigt ein von der UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) veröffentlichter Bericht, der die Folgen der Lebensmittelverluste für Klima, Wasser, Land und Biodiversität untersucht.

Die nicht verzehrten Lebensmittel sind verantwortlich für den Ausstoß von 3,3 Gigatonnen des Treibhausgases CO2 – im weltweiten CO2-Emissionensvergleich stünde die Lebensmittelverschwendung damit auf Platz 3 nach den USA und China, wobei Landnutzungsänderungen noch unberücksichtigt sind.

Das vergeblich für den Anbau und die Herstellung der Lebensmittel eingesetzte Wasser umfasst ein Volumen von 250 Kubikkilometer – damit könnte der Bodensee fünf Mal gefüllt werden.

Zudem belegten die ‚umsonst‘ angebauten Lebensmittel eine Fläche von 1,4 Milliarden Hektar Land, fast 30% der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Auch wenn Fleisch und Milch nur 11% der verschwendeten Lebensmittel ausmachen, umfassen sie 78% der vergeblich genutzten Gesamtfläche. Quelle


Ergebnisse einer Lobby gesteuerten Agrarpolitik

„In den Mund oder auf den Müll- das ist keine Frage von Qualität mehr, sondern von wirtschaftlichen Interessen“ Sarah Wiener, Starköchin

Symbole dieser Schöpfungsverachtenden Agrar- und Lebensmittelindustrie sind:

  • Megaställe, die bäuerliche Landwirtschaft verdrängen und Anwohner, Regionen und Umwelt belasten.
  • Tiere, die auf viel zu engem Raum und mit Hilfe von Antibiotika qualvoll gehalten werden.
  • Bauern, die keine fairen Preise für ihre Erzeugnisse bekommen und von der Agrarindustrie verdrängt werden.
  • Fleisch, das in Überschüssen produziert und zu Dumpingpreisen in die Länder des Südens exportiert wird, wo es kleinbäuerliche Märkte zerstört.
  • Menschen, die in Schlachthöfen zu Dumpinglöhnen und unsozialen Bedingungen arbeiten.
  • Futter, das vielerorts in Monokulturen angebaut wird und in Lateinamerika zu Landkonflikten führt.
  • Gülle, die Böden und Trinkwasser verseucht.
  • Essen, dem wir nicht vertrauen können.

Essen ist eine der politischsten Handlungen

Dem Leitgedanken der Bewahrung der Schöpfung fühlen sich immer mehr Menschen verpflichtet. Unterstützt werden weltweite Kampagnen und richtungsweisende Projekte, Aktionstage und Demonstrationen von Organisationen wie z.B. „Meine Landwirtschaft“ AbL, Incota,  Erzeuger und Vermarkter wie z.B. Demeter, Bioland, Rapunzel, Kirchen mit Brot für die Welt und Misereor so wie Autoren, Filmemacher wie z.B. Valentin Thurn und Umwelt-und Foodaktisten wie Talley Hoban, Raphael FellmerWam Kat und Spitzenköche wie Sarah Wiener, Volker MehlTom Riederer und vielen anderen.

Essen ist eine der politischsten Handlungen, die jeder Mensch täglich tut. Durch bewussten Einkauf von ökologischen und am besten regionalen und fair gehandelten Lebensmitteln kann jeder immer wieder mitbestimmen, wie nachhaltig und sozial die Zukunft von unserer Mutter Erde aussehen wird. Und natürlich nie mehr einkaufen als mensch tatsachlich essen kannWam Kat

Wam Kat hat es auf den Punkt gebracht. Jeder kann mitbestimmen und schon beim Einkauf Politik machen. Selber Kochen hilft nicht nur sondern fördert auch das Beisammensein am Küchentisch. Sollte es doch einmal einen Überschuss geben, so kann dieser zur Back to the Roots Schnippelparty  mitgebracht werden.


Die Lösung

  • Weltweiter Verbot von Spekulationen mit Nahrungsmitteln
  • Welthandel bäuerlich gestalten
  • Eine Agrarpolitik für Bäuerinnen und Bauer
  • Regionales und Saisonales kochen
  • Das Wegwerfen von Lebensmittel darf nicht mehr billiger sein als das Weiterverteilen an Menschen oder Recycling für Tiere.


Hunger, Essen, Verschwendung, Wirtschaft
Kommentare und Hervorhebungen:JPS

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